Ostbayerischer Landeswettbewerb

    (Regionen Niederbayern und Oberpfalz)

    am 7. Februar 2004 in der VHS Landshut

     

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    Kurzbericht von Martin Kochloefl

      Der Wettbewerbstag ging pünktlich um 9 Uhr los. Insgesamt 24 Filme standen auf dem Programm. Gegen 10 Uhr folgte die Ansprache der Clubleiterin Annemarie Urban vom Ausrichter FVC Landshut und des Landshuter Oberbürgermeisters Josef Deimer, der als Schirmherr es sich nicht nehmen ließ, die zahlreich anwesenden Zuschauer zu begrüßen. Ab 18 Uhr diskutierte dann schließlich die Jury über die gezeigten Filme. Gegen 20 Uhr abends folgte dann anschließend die Preisverleihung. Diesmal gab es drei 1. Preise. Neben "Der rote Akkord" von Einzelmitglied Florian Kerber wurden die Spielfilme "Der Vertrag" von Erik Grun und "Geschundene Freiheit" von Reiner Urban mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Insgesamt 10 Filme wurden von diesem Landeswettbewerb zu den einzelnen Bundesfestivals weitergemeldet. Auch dieses Jahr hatte der Ostbayerische Landeswettbewerb ein hohes Niveau mit vielen interessanten Filmen.

       

    Bericht von Reiner Urban

    Die magische Zahl „Acht“ stand beim diesjährigen Landeswettbewerb in Landshut im Vordergrund. Zum Achtenmal richtete der Film- und Videoclub Landshut VHS nunmehr diesen Wettbewerb aus und passgenau geschah dies im achthundertsten Jahr nach der Stadtgründung. Acht mal bisher war auch Oberbürgermeister Josef Deimer der Schirmherr und Achtung vor den verschiedenen Autoren muss haben, wer die 24 Werke von vier LFVB-Clubs und 4 Einzelmitgliedern gesehen hat. Ein (vielleicht der Letzte?) Super 8 Film war auch dabei.

    In Acht nehmen müssen sich allerdings künftig die Autoren vor Wortbeiträgen aus dem Publikum, zumindest wenn eine bestimmte Person das Filmergelände betritt. So unqualifiziert geschah dies, dass der Juryleiter (souverän wie gewohnt Peter Schlegel) den Wichtigtuer „abwürgen“ musste. Dabei hatte der sich durch die Primitivität seiner Pseudoargumentation bereits selbst disqualifiziert.

    Höchst Erfreuliches aber gilt es wieder zu berichten über die Filme, deren technische und künstlerische Qualität sowie die Vielfalt, die in den verfilmten Ideen zum Ausdruck kam. Vom „Steinernen Brautpaar“, einer versteckt liegenden Skulptur im Landshuter Hofgarten spannte sich der Bogen bis zum terminlich passenden „Vorfrühling“ am Ende eines wunderschönen Filmtages.

    Dass am Ende sicher wieder viele Teilnehmer auf eine noch bessere Plazierung gehofft haben, dass noch mehr Weitermeldungen erfreulich gewesen wären, wen wundert’s. Wer Jurymitglied ist, kann nicht immer die Hand heben. Trotzdem taten dies Angela Riesch aus Miesbach, Therese Rößle aus Landshut, Adalbert Becker aus Isen, Dieter Post aus Ansbach und Hartmut Schreiber aus Traunreut nach der Jurysitzung neunmal gerne für den dritten, siebenmal aus Überzeugung für den zweiten und dreimal mit Begeisterung für den ersten Platz.

    „Beobachtungen an der Pfreimd“ tätigte mit scharfer Linse Andreas Becker aus Nabburg, dem jüngsten Club im Kreis des Landesverbandes Bayern. Ein herzliches Willkommen – bei dem Einstand (3. Preis)! „Schöne Grüße von Jamie“ bestellte Oliver Graupner über Karl-Heinz Meier aus Straubing per DVD (3. Preis, Sonderpreis Schnitt).

    Ohne Beriberi zurück von den Filmarbeiten für das Bayerische Fernsehen kam Einzelmitglied Anton Wallner von den Antarktis-nahen Kerguelen („Hier starb Josef Enzensperger“, fast ein erster Preis), gerade noch rechtzeitig zum – wie sich herausstellte – überraschenden „Rendez-vous“ (gerade noch ein Zweiter, Sonderpreis Kamera).

    Das „Gänsespiel schwarz/weiß“ (Erik Grun, 2. Platz) und „Das Portrait“, „Es wurde ein Juwel“ (Albert Schettl, zweimal 2. Platz). Genauso kalt wie auf den Kerguelen, aber viel weiter nördlich fand der Südalaska-Forscher Dr. Karl Kochloefl (Präsidentenvater) „ein Land wie aus dem Bilderbuch“ (2. Platz).

    Bei 40 Grad kroch Reiner Urban durch die Tunnelgänge von Cu Chi nahe dem ehemaligen Saigon, besuchte Gedenkstätten und Museen in ganz Vietnam und stellte nach entsprechender Recherche in Hanoi fest, dass Ho Chi Minh noch immer der Übervater aller Vietnamesen ist und dort vor über 25 Jahren ein „Krieg ohne Sieger“ (2. Preis, Sonderpreis Vertonung) zu Ende gegangen war. Mehr als fünf Millionen Menschen ließen ihr Leben; das Land leidet noch immer darunter.

    Nun zu den ersten Preisen: Florian Kerber, Sieger beim letzten „Jugend filmt“-Festival in Landshut stimmte auch diesmal wieder erfolgreich seinen „Roten Akkord“ an und Erik Grun schloss mit einer verführerischen Teufelin einen wahrhaft faustischen „Vertrag“ über den besten Film des Wettbewerbs. Reiner Urban schließlich konnte mit seinem Historienspektakel „Geschundene Freiheit“, bei dem unter Garantie nur reines Fichtenholz verwendet wurde, ausser dem ersten Preis auch noch den des Publikums einheimsen. (Kein Wunder, werden sie sagen, er hatte ja einen „Heim-Spiel-Film“).

     

    Auf nach Lauf!

     

    Fotos

    Alle Fotos wurden von Jürgen Liebenstein und Martin Kochloefl geschossen.


    Clubleiterin Annemarie Urban bei der Ansprache

     


    Landshuter Oberbürgermeister Josef Deimer mit LFVB Präsident Martin Kochloefl


    Oberbürgermeister Josef Deimer kam persönlich, um die Teilnehmer zu begrüßen

    Jury von links: Peter Schlegel, Dieter Post, Hartmut Schreiber, Therese Rößle, Angela Riesch und Adalbert Becker


    Saalsprecher Hansjörg Eder


    Die Bewirtung der Gäste in der Cafeteria übernahmen Eva Keil und Ursula Legath 


    Robert Bauer und Reiner Urban sorgten am Tonmischpult für den guten Ton


    Karl-Heinz Mayerhofer bei der Filmprojektion des einzigen S8 Filmes


    gut gefüllte Zuschauerreihen


    Die Stadt Landshut hatte drei Sonderpreise für Kamera, Schnitt und Regie gestiftet


    LFVB Präsident Martin Kochloefl mit Annemarie Urban bei der Siegerehrung mit Preisträger Dr. Karl Kochloefl


    Siegerehrung für Albert Schettl

     

     

    Einen weiteren Bericht und zusätzliche Fotos finden Sie auf den Seiten des Film- und Videoclubs Landshut VHS

    www.fvc-landhut.de


    Siegerehrung für Reiner Urban


    Siegerehrung für Erik Grun


    Am Ende der Veranstaltung bekam die Jury noch ein Präsent des Ausrichterclubs