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Bildergalerie
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Dank Casablanca und diverser PC-Schnittsoftware brauchen
unsere Filme den Vergleich mit professionellen Produktionen oft nicht mehr
zu scheuen. Ausgenommen unsere Kommentare: sie werden oft lieblos
aufgesprochen, falsch betont - und Spannungsbögen? Fehlanzeige!
Der sagt :
“… na, ich bin ja auch kein Profisprecher!“ macht es sich zu einfach,
denn ein schlecht gesprochener Kommentar wertet auch den besten Film ab!
Beim Kommentar sieht die Gewichtung nämlich so aus:
7 % für den Inhalt und 93%(!) für die Metakommunikation,
also für das „WIE“ der Inhalt vorgetragen wird!
Dass hier Handlungsbedarf besteht, war zumindest den 40 Seminarteilnehmern
klar, die sogar aus dem schönen Frankenland nach Augsburg-Bergheim
angereist waren. |
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Einen Fernsehsprecher life zu erleben war bestimmt auch
für sie eine weitere Herausforderung.
Wir alle erlebten dann einen emotionsgeladenen, überaus amüsanten
Christian Bergmüller, der alle Erwartungen an dieses Seminar weit
übertraf.
„Monotonie tötet-, Vielfalt schafft-, und Spannung
erhöht die Aufmerksamkeit“ und „Passivität
ist Out, Aktivität ist In“ verkündete er gleich zu
Beginn und dann band er jeden Teilnehmer geschickt mit ein, ohne
dabei aber schulmeisterlich zu agieren. |
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liegende 8
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Wir lernten nicht nur, dass richtiges atmen beim Sprechen
wichtig ist, sondern lernten gleich richtig zu atmen! Stehend (!) lockerten
wir unsere Stimmbänder, lernten die „liegende Acht“ kennen –
summten das „m“ mit Crescendo und Decrescendo und bei, von Bergmüller
mitgebrachten, Gedichten hauchten, schrieen und zischten wir. |
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| Unter Bergmüllers Anleitung fand ein jeder seine Primärstimme,
nach und nach nutzten wir immer mehr die ganze Bandbreite unserer Stimme
bzw. den Stimmumfang. |

Klaus Protz
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| Als Anschauungsmaterial zeigte uns Herr Bergmüller
einen Film, der vor 2 Jahren in der ARD ausgestrahlt wurde. Jetzt war unsere
Stunde gekommen: der Kommentar war natürlich über jeden Zweifel
erhaben – aber der Film ……! Keinem der Teilnehmer blieb die überlaute
Musikuntermalung verborgen. Die beinahe irisch klingende Musik passte nicht
wirklich zu den ansonsten wunderschönen Aufnahmen bayerischer Berge
und sie wurde während des Kommentars nicht, oder zu wenig abgesenkt!
„Na, was halten sie von dem Film?“ Jetzt schnappte die Falle zu:
schon der erste Befragte stellte fest, dass dieser Film bei unseren Wettbewerben
keine Chance haben würde – ach, tat das gut, was für ein Vergnügen….! |
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Barbara Bernauer hatte ihren fertigen Text für den
Werbetrailer zur BAF 2006 dabei. Nicht schlecht wie wir diesen Text jetzt
schon sprechen konnten, aber als ihn Bergmüller vorsprach….!
„Spitze“ dachte ich, fuhr meine ganze Überredungskunst auf und dann
sprach Christian Bergmüller den ganzen Kommentar zur Vertonung unseres
BAF-Trailers auf MiniDisk - und dies (ausnahmsweise) sogar
kostenlos (kennen Sie die üblichen Sprecherhonorare?) ! |
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| Wir übten weiter mit eigenen Texten das Erlernte, kürzten
lange Sätze, packten Wichtiges in Hauptsätze, Nebensachen
in Nebensätze. Immer wieder wurde abgefragt: „ Monotonie“? „…tö-tet
Auf-merk-sam-keit“ schallte es dann aus 40 Kehlen. „Vielfalt“?….
Wir lernten Sprechpausen richtig einzusetzen aber andererseits auch
Spannungsbögen gleich über mehrere Sätze zu legen, also
ohne Pause zu sprechen, immer den ganzen Stimmumfang nutzend. Auch
wichtig: am Satzende grundsätzlich mit der Stimme „runter zum
Punkt“. So macht kommentieren Spaß! |
Peter Ullrich
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Klar, Herr Bergmüller konnte an diesem Samstag keine Wunder vollbringen
und uns zu Profisprechern machen. Er hat uns aber auf eindrucksvolle Weise
den Weg zu gut gesprochenen Kommentaren gezeigt – wir kennen ihn jetzt,
aber gehen muss diesen Weg jeder selbst….!
Ach ja, ich bin Ihnen ja noch die Auflösung
der Formel in der Überschrift schuldig:
Ke+Ü+Ü+Ü= Kö bedeutet
„Kennen + Üben + Üben + Üben = Können“
Georg Merz
Regionsleiter
Schwaben |